Wann kommt eine neue Sandbahn?

Dass man in Deutschland eine neue Sandbahn eigentlich dringend benötigt, hat man am Sonntag in Dortmund wieder gesehen.

Schon vor einigen Wochen hatte Andreas Tiedtke, Präsident des Dortmunder Rennvereins und auch Vorstandsmitglied bei Deutscher Galopp, in der Sport-Welt anklingen lassen, dass es durchaus Planungen gibt: „Das ist richtig. Wir stehen in Kontakt zum Marktführer für künstliche Geläufe (also mit Wachs- oder Faserbeimengungen) und werden eine Planung aufstellen, das Geläuf in Sachen Festigkeit und Widerstand gegen Witterungseinflüsse stabiler zu machen. Das wäre aber vermutlich angesichts des Investitionsaufwands eine Aufgabe des Gesamtrennsports und es wird, wenn die Planungsgrundlagen vorliegen, zu diskutieren sein, ob wir in Deutschland eine Rennbahn mit einem entsprechen Geläuf brauchen. Die Rennen selbst lassen sich aus einem solchen Geläuf – verglichen zu Grasbahnrenntagen in Dortmund – um 7.000 bis 10.000 Euro pro Renntag günstiger austragen. Das zusammen mit unserem neuen Gastboxentrakt würde die Attraktivität des Standortes noch einmal deutlich steigern. Möglich wäre dann auch die Austragung von PMU-Terminen im Frühjahr und Herbst an Abenden“, so Tiedtke damals.

Nun hat die Sport-Welt das Thema im Editorial der aktuellen Ausgabe noch einmal aufgegriffen.

Zu lesen ist dort: „Es ist immer die Rede von Investitionen, die der Sport in diesen, in zukünftigen Zeiten machen sollte. Investitionen, um die Basis zu legen für eine gesunde Zukunft, für die Rettung, die erst mal notwendig ist, für das Wiedererstarken. Eigentlich egal! Hauptsache es tut sich was.

Aber was tun? Nun, da gibt es so eine Idee. Die wohl länger in den Köpfen schwirrt, über die gesprochen wurde, die vielleicht umgesetzt wird. Wann? Offen.

Es geht um die Dortmunder Sandbahn. Dass diese nicht mehr zeitgemäß ist, hat man am Sonntag wieder gesehen. Es ist Lotterie, was das Wetten angeht, die Abstände sind riesig, eben noch überlegene Sieger haben plötzlich keine Chance. Kurzum: es ist kurios. Braucht Deutschland eine Sandbahn? Ja, aber eine, die internationalen Maßstäben genügt. Polytrack, Fibersand – die Bezeichnungen sind mannigfaltig. Auch das: egal. Hauptsache zeitgemäß. Man muss nicht so riesig viel in die Hand nehmen, man muss keine neue Bahn bauen, man muss „nur“ die, die da ist, besser machen. Dortmund liegt zentral, Dortmund hat Flutlicht, Dortmund hat Platz, Dortmund hat Tribünen, es ist alles da. Eine Sandbahn irgendwo neu bauen: Quatsch. Man muss Dortmund besser machen.

Man könnte dort zu jeder Jahreszeit galoppieren, die „Aufschließkosten“ sind gering, ob man da ein paar Renntage mehr macht, fällt kostentechnisch kaum ins Gewicht. Aber es wäre ein Quantensprung. An Qualität, an Standing auch international. Starterfelder und Wettumsatz würden es danken, das wäre schon kurios, wenn das nicht so wäre. Pferde besserer Qualität auch aus großen Ställen würden laufen, ein Blick auf die Top-Sandbahnen in Frankreich (Deauville, Chantilly) genügt, um zu sehen, was da los ist.

Wer geht es an, wer setzt es um, wer entscheidet? Egal, Hauptsache es wird gemacht. Wenn der Sport das nicht mit vereinten Kräften schafft, dann muss man sich ernsthafte Sorgen machen. Es wäre auch ein Zeichen für alle Züchter und Besitzer – eines, das Mut macht. Man muss sich vor Augen führen, dass aktuell und in den kommenden Wochen entschieden wird, zu welchen Hengsten die Zuchtstuten gehen. Wieviel nimmt man in die Hand, was lohnt, wo geht die Reise hin? 2022 gedeckt, 2023 geboren, 2024 Jährling, 2025 zweijährig, 2026 Teil des Derbyjahrgangs. So weit voraus muss man schauen, um zu beurteilen, welchen „Return“ es wann für Geld, das man heute in die Hand nimmt, geben kann.

Und da braucht es Aufbruchstimmung, Hoffnung, Mut. Hebt Dortmund auf ein neues Level, liebe Entscheidungsträger. Alle, wirklich alle, werden es Euch danken!“

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